Wie alles anfing ...

Warum Cuba?

Cuba hat bewiesen: Ein Land des Trikont bzw. globalen Südens (Asien, Afrika, Lateinamerika) kann sich aus eigener Kraft entwickeln, wenn die gesellschaftspolitischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Und die liegen jenseits des Kapitalismus und der neoliberalen Globalisierung.
Außerdem hat Cuba bewiesen, dass diese zukunftsorientierte humane Entwicklung selbst unter den schwierigsten Bedingungen möglich ist: Handels-, Wirtschafts- und Finanzblockade durch die mächtigste Wirtschafts- und Militärmacht der Erde; über 50-jährige Bedrohung und ständige Sabotage- und Terrorakte; Hunderte vom US-Geheimdienst der USA geplante und ausgeführte Attentatsversuche gegen den cubanischen Präsidenten und Führungskräfte; biologische und chemische Angriffe gegen die cubanische Bevölkerung, landwirtschaftliche Nutzpflanzen und Tiere; unzählige Medien- und Verleumdungskampagnen gegen cubanische Politik; massive finanzielle und ideelle Unterstützung jedweder Personen und Bewegungen, die in Cuba Unruhe schüren wollen; Bruch bilateraler und internationaler Verträge und vieles mehr.
Trotz dieser Probleme ist es Cuba gelungen, ein vorbildliches Bildungs- und Gesundheitssystem aufzubauen, die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, so Hunger und Elend abzuschaffen und viele Krankheiten erfolgreich zu bekämpfen.
Darüber hinaus hat Cuba eine beachtliche wissenschaftliche Entwicklung - besonders auf medizinischem Gebiet - vorzuweisen.
Diese Tatsache macht Cuba für all diejenigen zu einer Gefahr, die auch um den Preis der weiteren Verelendung der Menschen im Trikont ihre ökonomischen und geostrategischen Interessen mit allen Mitteln bereit sind, durchzusetzen. Cuba wird als reale Alternative zum herrschenden Fehlentwicklungsmodell angesehen und damit als Herausforderung des Imperiums.
Deshalb wird Cuba von den USA und ähnlich reaktionären und konservativen Kräften bekämpft und nicht etwa wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen, die Cuba meistens von Regierungen vorgeworfen werden, die zu blutigen Militärdiktaturen beste Beziehungen unterhalten bzw. unterhalten haben, diese unterstützen oder sogar selbst an die Macht gebracht haben, und Todesstrafen am laufenden Band exekutieren und in Guantanamo foltern, die Kriege führen und unzählige Menschenleben und Lebenschancen vernichten – und unseren Planeten.

Und deshalb stehen wir an der Seite Cubas !

In aller Kürze

Das NETZWERK CUBA - informationsbüro - e. V. ist eine Koordinationsstelle von Organisationen, Gruppen, Initiativen und Persönlichkeiten, die mit dem sozialistischen Cuba solidarisch sind. Nach dem Motto "gemeinsam sind wir stärker" wollen wir unsere Kräfte bündeln und wirksamer für Cuba eintreten.

Die Vorgeschichte

Nach dem Zerfall der sozialistischen Staatengruppe Osteuropas und der damit einsetzenden ökonomischen Krise in Cuba (Verlust von 85% Außenmärkte und Handelspartner), das wirtschaftlich mit den sozialistischen Ländern eng verbunden war, kam es in vielen Ländern, so auch in der BRD, zu einem Aufschwung der Solidaritätsbewegung mit diesem Land und seinen tapferen Menschen. Viele Gruppen bildeten sich neu oder bereits bestehende verstärkten ihre Aktivitäten. Es entstand der Wunsch nach Austausch und mehr Zusammenarbeit zwischen ihnen. Dieses Bestreben führte 1993 zur Gründung des NETZWERK CUBA - informationsbüro - e.V. als eine Informations- und Koordinationsstelle für Solidaritätsgruppen.

Unsere Ziele

bestehen in der Vernetzung der Solidaritätsgruppen in der BRD und Förderung des Informationsaustausches untereinander, der Vernetzung mit internationalen Organisationen, der zentralen Informationserfassung und -verbreitung, der Unterstützung von gemeinsamen Aktivitäten sowie der Verbreitung von Informationen und Koordination von Kontakten aus und über Cuba.

Unsere Arbeitsweise

Alle unsere Tätigkeiten werden fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet. Dank diverser SpenderInnen sind wir im Moment in der Lage, eine Bürostelle stundenweise zu besetzen. Unsere Organisation ist basisdemokratisch aufgebaut. Mitglieder sind über 40 Organisationen, Gruppen, Initiativen, Parteigliederungen. Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von seiner zahlenmäßigen Größe. Einzelpersonen können Fördermitglieder werden, haben aber kein Stimmrecht in den Gremien. Jährlich findet eine Jahreshauptversammlung statt, auf der der Vorstand Rechenschaft über seine Arbeit ablegt und ein neuer Vorstand gewählt wird. Dazwischen finden mehrere Mitgliederversammlungen statt, auf denen die aktuelle Arbeit diskutiert und künftige Projekte festgelegt werden.

Internationale Kontakte

Es gibt zahlreiche Kontakte auch zu ausländischen Solidaritätsorganisationen. Das NETZWERK CUBA lädt ausländische Organisationen zu den Treffen und Versammlungen ein und entsendet Delegationen zu den regelmäßig stattfindenden Europatreffen und weiteren internationalen Treffen, insbesondere in Cuba.

Politische Solidarität

Unsere politische Solidarität äußert sich vor allem in der Weiterverbreitung von Nachrichten und Berichten aus und über Cuba, die in der bundesdeutschen Presse kaum Beachtung finden vor allem via Internet, NETZWERK CUBA - Nachrichten online (erscheint i.d.R. wöchentlich) aber auch in Form von bundesweit vernetzten Aktionen und Veranstaltungen,, Protestschreiben, Unterschriftenkampagnen sowie der Unterstützung der deutschsprachig erscheinenden "Granma - Internacional", einer cubanischen Monatszeitung. Uns geht es um den Schutz des Selbstbestimmungsrechts Cubas gegen jedwede Intervention.

”Cuba verteidigen – eine andere Welt ist möglich”

Die US-Administration und einige konservative EU-Staaten verschärfen ihre Blockadepolitik gegen Cuba und mischen sich immer unverhohlener in die inneren Angelegenheiten Cubas ein. Die USA versuchen durch den erneuten und rigorosen Bruch des Migrationsabkommens, durch die immer massivere direkte Finanzierung einer sogenannten inneren Opposition etc. innerhalb Cubas Unzufriedenheit, Unruhe, und damit einen Vorwand für eine militärische Intervention zu schaffen. Sie hat Cuba den Krieg erklärt und ihre ökonomischen, finanzpolitischen und diplomatischen Angriffe gegenüber Cuba werden immer aggressiver. Und auch die Europäische Union hat sich dem Druck der USA gebeugt und eine Reihe von Sanktionen gegen Cuba beschlossen.

Daher sind die revolutionären Errungenschaften Cubas in Gefahr, eliminiert zu werden. Das ist der Kernpunkt der unentwegten Attacken gegen Cuba, darum geht es. Das revolutionäre Cuba hat darauf reagiert und verstärkt seine Entwicklungs- und Verteidigungsanstrengungen. Aber es ist nicht nur die alleinige Aufgabe Cubas, sich selbst zu verteidigen, sondern die Aufgabe aller fortschrittlichen, human denkenden Menschen auf der ganzen Welt. Der cubanische Weg ist nicht nur eine Hoffnung, Alternative für die Bevölkerung des Trikonts, sondern immer mehr auch für uns, die wir in den “entwickelten” kapitalistischen Ländern leben und immer mehr von Sozialabbau, Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Militärinterventionen unserer Armeen, Umwelt- und Existenzzerstörung – sprich Inhumanität bedroht sind. Mit Cuba verteidigen wir auch unsere Hoffnungen und Ideale.