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14.05.2012
In einem kurzen Interview im Deutschlandfunk am 10. Mai 2012 mit dem
Titel "Feindbild Konzern. CDU-Politiker kritisiert gegen
Großunternehmen gerichteten Empörungsmechanismus" äußert sich Hr.
Vaatz in einer Art und Weise in Bezug auf Cuba, die sowohl
substanzals auch niveaulos ist und den Tatbestand der Verunglimpfung
erfüllen dürfte. Er sprach von „Zwangsarbeit auf Kuba, in
kubanischen Gefängnissen“ und sagte u.a.: „Im übrigen möchte ich
nicht wissen, was im Augenblick passiert in Kuba und anderen
Ländern, wo man auch noch genau so weitermacht, wie man damals zu
DDR-Zeiten mit den Regimen da umgegangen ist, sprich, dass man diese
Regime als Lieferanten billiger Arbeitskräfte betrachtet hat.“
Dieser Fall ist ein erneutes Beispiel dafür, wie unverbesserliche
und blindwütige Antikommunisten ihre Hetze gegen das souveräne und
international geschätzte Cuba verbreiten, ohne jegliche Fakten und
Beweise vorzulegen. Dies machen Leute wie Vaatz wohl unter der
Prämisse: „etwas Dreck wird hängen bleiben!“
Dabei wird Zwangsarbeit in keinem der seriösen
Menschenrechtsberichte über Kuba - wie von der UN, von Human Rights
Watch und Amnesty International - erwähnt. Hinweise darauf findet
man nicht einmal in den CIA-Berichten über Cuba. Auch in
wissenschaftlichen Studien und der Literatur wurde das nie erwähnt –
weil es jeder Grundlage entbehrt. Wer die kubanische Wirklichkeit
auch nur ein wenig kennt müsste wissen, dass dort Folter, Gewalt und
Zwangsarbeit nicht vorkommen – ganz im Gegensatz zu vielen der
Nachbarländer Cubas, einschließlich der USA.
Daher ist umso monströser, dass Vaatz diese Lügen verbreitet. Und es
ist unhaltbar, dass er angesichts solch empörenden und beschämenden
Verhaltens Mitglied einer vermeintlich „christlichen“ Partei und
sogar deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender sein kann. Es
wird Zeit, dass Vaatz seinen Sessel räumt. Schon vor sieben Jahren
wurde ihm dies nahegelegt, als er im Schulterschluss mit dem
damaligen US-Präsidenten Bush eine Verschärfung der unfairen und
destruktiven Aktivitäten der USA gegen Cuba verlangte – und damit
gegen
Grundgesetz und Völkerrecht polemisierte.
Für Rückfragen: Dr. Edgar Göll, Mobil: 0157 - 8242 1146