Un-schöne Bescherung

Zum „Fest der Liebe“ blockieren die USA jetzt auch Weihnachtsbesuche für KubanerInnen

Pressemitteilung des Netzwerk Cuba Vorstandes vom 30.11.2013

Die Interessenvertretung von Kuba in den USA wird in ihrer Arbeit massiv behindert. Die Konsularabteilung wird zeitweise nicht in der Lage sein, Reisepässe, Visa und weitere Dienstleistungen anzubieten. Gerade jetzt (Weihnachtsferien) trifft dies Familienbesuche sowie den akademischen, kulturellen, wissenschaftlichen, Bildungs- und Sport- Austausch zwischen Kuba und den USA – sowie die Arbeit Kubas in der UN in New York.
Seit diesem Sommer ist keine Bank in den USA mehr bereit, der Interessenvertretung von Kuba in Washington ihre Finanzdienste anzubieten. Die seit 1960 bestehende umfassende Wirtschafts- und Finanzblockade der US-Regierung gegen Kuba verhindert dies bisher trotz mehrfacher Konsultationen mit dem US-State Department und zahlreichen Geldinstituten.
Normaler Geldverkehr ist nicht mehr möglich!
Die USA verletzen damit gegen Kuba (wieder einmal) die Wiener Übereinkommen über diplomatische und konsularische Beziehungen.
Statt hierüber zu berichten ereiferten sich die meisten „freien“ westlichen Medien am Händeschütteln von US-Präsident Obamas mit Kubas Staatschef Raul Castro als Zeichen eines Tauwetters zwischen beiden Staaten. Dies beweist wieder einmal die Oberflächlichkeit und Uninformiertheit dieser profit- und quotenorientierten Medienunternehmen. Hintergrundwissen, Detailkenntnisse und Analysen über die Verhältnisse in Kuba sowie die aggressiven und subversiven Aktivitäten der USA gegen Kuba sind unbekannt - oder werden verschwiegen.
Dabei erleidet Kuba von Seiten der USA seit 1959 alle Formen von Übergriffen – unter US-Präsident Obama sind dies insbesondere ökonomische Druckmittel und Destabilisierungsaktionen. Auch hierüber wird in den meisten „freien“ westlichen Medien nicht berichtet.
Verschwiegen wurde kürzlich, dass die US-Behörden erneut eine Millionenstrafe gegen eine europäische Bank wegen Geschäftskontakten mit dem sozialistischen Kuba verhängten: die Royal Bank of Scotland soll 100 Mio. US$ zahlen. Und wenigen Wochen zuvor hatte das Schweizer Unternehmen Weatherford International Ltd. (Ausrüstungsgüter für die Erdöl und Erdgasgewinnung) 252 Mio. US-$ an die USA wegen vermeintlicher Verstöße gegen die Blockadegesetze bezahlt. Auch darüber wurde nicht berichtet.
Verschwiegen wird die Kalte-Kriegs-Politik der USA gegen Kuba auch der Fall der „Cuban5“: Nachdem in den 1990er Jahren die Terroranschläge aus den USA gegen Kuba eskalierten, ohne dass US-Behörden dies verhinderten, sammelten fünf Kubaner in den entsprechenden exilkubanischen Banden und Terrorgruppen in Florida Dokumente und Informationen, um weitere Anschläge zu verhindern. Das Material wurde dem FBI übergeben. Doch statt die Terrorgruppen zu belangen, wurden die 5 Kubaner gefangen genommen – und diese sind seit 1998 in US-Gefängnissen eingesperrt. Seither hocken sie – auch an Weihnachten – in ihren kleinen Zellen in verschiedenen US-Gefängnissen.


Für Rückfragen: Dr. Edgar Göll 0157-8242 1146

Zurück