In Amerika wächst zusammen…

Das Gipfeltreffen des CELAC in Havanna

PRESSEERKLÄRUNG des Vorstands  --  29.01.2014

Derzeit ist in der kubanischen Hauptstadt eine Manifestation historischen Ausmaßes zu bestaunen: Kuba hat als derzeitiger Vorsitzender der Staatengemeinschaft CELAC („Comu­nidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños“) erstmals seit der Revolution vor mehr als 50 Jahren die gesamten Staaten der Region zu Gast – nur die USA und Kanada gehören nicht dazu. CELAC verbindet die Staaten der Karibik und Lateinamerikas und realisiert damit eine Vision von antikolonialen Freiheitskämpfern wie Simon Bolivar und José Martí. "Die Durchführung dieses Gipfeltreffens in Havanna unterstreicht die Wichtigkeit von Kuba inner­halb des Integrationsprozesses von Lateinamerika und Karibik," sagte die Präsidentin Brasi­liens, Dilma Rousseff. "Nur mit Kuba wird unsere Region komplettiert." CELAC ist seit 200 Jahren die erste Organisation, welche die souveränen Nationen der Region integriert ohne die USA und andere auswärtige Mächte, sowie ohne Kuba auszuschließen.

tl_files/Bilder/0_2014/celac_pic.jpgIm Jahr 2011 ins Leben gerufen vom damaligen Präsidenten Venezuelas, Hugo Chávez, umfasst die Staatengemeinschaft 600 Mio. Einwohner_innen und stellt eine progressive Alterna­tive zu den wirtschaftsorientierten Abkommen á la USA und eine Alternative zur OAS dar, die völlig von den USA domi­niert und z.B. gegen Kuba instrumentalisiert wurde. Demgegenüber soll CELAC Nachhaltige Entwicklung, soziale und ökologische Investitionen vorantreiben und eine Zone des Friedens schaffen – Differenzen sollen darin durch Dialog und Diplomatie geklärt werden.

An dem Gipfeltreffen nehmen hochrangige Delegationen aus den 33 Mitgliedsstaaten teil, darunter zahlreiche Staatsoberhäupter und Minister. Außerdem ist die UN u.a. mit ihrem Generalsekretär Ban Ki-moon zu Gast sowie der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) José Miguel Insulza.

Der Vorstand des Netzwerks Cuba - informationsbüro - e.V. gratuliert CELAC zu den bishe­rigen Erfolgen und wünscht der Staatengemeinschaft weiterhin das Selbstbewusstsein und die Stärke für eine eigenständige, nichtkapitalistische Entwicklung, wie es insbesondere die ALBA-Staaten in der Region praktizieren. Zugleich verurteilen wir die destruktiven, feind­lichen Interventionen durch die USA und ihre Handlanger, wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung.

Für Rückfragen:  Dr. Edgar Göll    0157-8242 1146

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