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Taller de la Solidaridad

 

Kooperation mit Betrieben in Cuba

Wir über uns

Unsere Gruppe hat sich 1990 mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur Milderung und Überwindung der Krise zu leisten, in der sich Cuba seit der Auflösung der sozialistischen Staatengemeinschaft befindet.

Die soziale Revolution in Cuba 1959 verwirklichte das, was dringender als jemals zuvor auf der Tagesordnung steht: Eine andere Welt möglich zu machen!

Ein jahrhundertelang ausgeplündertes und unterdrücktes Land befreite sich und setzte Menschenrechte um, die bis heute Millionen von Menschen vorenthalten bleiben: Sichere Nahrungsmittel, Wohnung und Arbeit für alle, kostenlose Bildung und medizinische Versorgung für alle.

Die Apartheid wurde abgeschafft und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf allen Ebenen gefördert.

Auch international steht Cuba für politische und praktische Solidarität.

Seit der Revolution, die die Batista-Diktatur beendete und das Land damit auch den Verwertungsinteressen des US-amerikanischen Kapitals entzog, wurde Kuba auf allen Ebenen von den jeweiligen Machthabern der USA und ihren Verbündeten bekämpft.

Die Palette reicht von der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht über Lügenkampagnen, Terroranschlägen, bis hin zum Versuch der wirtschaftlichen Strangulierung durch die US-Blockade seit 1960.

Bis 1990 konnte Cuba alle Angriffe erfolgreich abwehren und war durch seine Handels- und Kreditbeziehungen zum RGW vor den Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung und der Blockade geschützt.

Der Verlust seiner wichtigsten Handelspartner setzte Cuba schlagartig den Gesetzen dieses auf Ausbeutung und ungerechten Handels- und Kreditbeziehungen basierenden Weltmarktes aus.

Dies stürzte das Land in eine tiefe ökonomische Krise. Statt des Warenaustauschs mußten nun alle Importe mit Devisen bezahlt werden, die Cuba bis heute nicht in ausreichendem Maße erwirtschaften kann.

Die Regierung sah sich deshalb gezwungen, den Dollar zu legalisieren und den Massentourismus zuzulassen. Neue Handelspartner mußten gesucht und Joint-Ventures gegründet werden.

Die USA verschärften im Gegenzug ihre Wirtschaftsblockade, indem sie erhöhten Druck auf die Länder ausübten, die mit Cuba zusammenarbeiten wollten.

Jetzt endlich hofften sie, Cuba aushungern zu können und so zur Aufgabe seiner sozialistischen Innen- und Außenpolitik zu zwingen. Die Bundesregierung beteiligte sich ebenfalls an dieser Politik.

Nach der Einverleibung der DDR kündigte sie sämtliche Handelsverträge Cubas mit der DDR einseitig auf, forderte aber, dass Cuba seine Schulden bei der DDR in D-Mark an die BRD zurückzahlt.

Trotz dieser schwierigen Lage konnten die sozialen Errungenschaften Cubas weitgehend aufrechterhalten werden. Cuba versuchte weiterhin, seiner Bevölkerung menschenwürdige Lebensbedingungen zu ermöglichen. Keine Schule, kein Kindergarten, kein Krankenhaus wurde geschlossen.

Durch einen Prozeß von Selbstkritik, unermüdlicher Anstrengungen, Offenheit gegenüber neuen und phantasievollen Ideen und auch mit Hilfe der weltweiten Solidarität konnte die Regierung und die Bevölkerung Cubas die schlimmste Phase der Krise überstehen.

Die akuten Probleme, die 1990 durch die Auflösung des RGW entstanden, veranlaßten uns, wie zuvor Nicaragua, auch Cuba technische Unterstützung anzubieten.

Ein großer Teil der cubanischen Industrie besteht aus Anlagen und Maschinen aus der DDR. Ersatzteile dafür konnten nicht gekauft werden, weil die Devisen dafür fehlten. Die Produktion kam ins Stocken oder mußte teilweise ganz eingestellt werden.

Im Oktober ‘90 bekamen wir über die cubanische Botschaft zum ersten Mal Ersatzteillisten von DDR-Maschinen aus verschiedenen Bereichen der cubanischen Industrie.

Da wir nur über geringe Geldmittel verfügen, wird der Ersatzteilbedarf der einzelnen Betriebe seitdem von den cubanischen PartnerInnen priorisiert, damit wir uns ein Bild davon machen können, was am dringendsten gebraucht wird.

Außerdem halten wir ständig über E-Mail, Fax, Telefon und nicht zuletzt durch gelegentliche Cuba-Reisen Kontakt zu den cubanischen Betrieben und Institutionen.

Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden von Einzelpersonen und Gruppen. Für besondere Projekte, Verwaltungskosten und Öffentlichkeitsarbeit haben wir bisher Zuschüsse von ABP und AKE der evangelischen Kirche, asb, Buntstift und Stiftung Umverteilen bekommen.

Alle wichtigen Entscheidungen werden in der Gruppe getroffen, die laufende Arbeit wird über unser Büro abgewickelt: die Kommunikation mit Betrieben und Institutionen in Cuba, mit den Ersatzteillieferanten hier, mit anderen Solidaritätsgruppen, mit InteressentInnen und SpenderInnen sowie die Beschaffung der Ersatzteile und deren Transport nach Cuba.

Bei dringenden, kleineren Lieferungen geben wir die Teile Cubareisenden, die sich bei uns als „Kuriere“ melden, im Handgepäck mit.

Große Lieferungen verschicken wir per Schiff oder mit dem Flugzeug.


 
 

Derzeit unterstützen wir folgende Betriebe und Einrichtungen:

  • Molkerei COMPLEJO LÁCTEO

  • Tropenforschungsinstitut INIFAT

  • Kinderkrankenhaus WILLIAM SOLER

  • Stadtwerke von Havanna SERVICIOS COMUNALES

  • Textilfabrik WERNER LAMBERZ

  • T-Shirt-Fabrik UNIPRO

  • Buchbinderei JOSÉ MACEO

  • Cubanischer Behindertenverband ACLIFIM

Eine ausführliche Beschreibung unserer Arbeit und der Projekte findet Ihr in unserer neuen Broschüre, die Ihr gegen Zusendung von 2 Briefmarken à 56 Cent beziehen könnt.

Die Solidaritätswerkstatt ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Förderbeiträge sind daher steuerabzugsfähig.

 

 
 
Kontakt:
 

Solidaritätswerkstatt e. V.
Taller de la Solidaridad

Ludwigshöhstr. 42
64285 Darmstadt
Fon/Fax: 06151 – 64066
Mail: taller@comlink.org

 

 

 

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