Unterstütze den Aufbau des Botanischen Gartens in Pinar del Río in Kuba!
Die Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V. (FBK) unterstützt seit vielen Jahren den Aufbau des Botanischen Gartens in Pinar del Río (Westkuba). Er dient dem Erhalt und der Sammlung endemischer Pflanzen (Biodiversität), soll Forschungsstätte und Naherholungsgebiet sein und bietet Umwelterziehung für die umliegenden Schulen und Bildungseinrichtungen an.
Auf einer Fläche von 62 Hektar entsteht hier ein botanischer Garten, der inmitten einer Region liegt, die für die Natur und Landwirtschaft Kubas einzigartig ist. Die Provinz Pinar del Río ist sowohl für den Anbau von Tabak, Zucker und Zitrusfrüchten als auch für seine vielfältige Pflanzenwelt bekannt, in der viele bedrohte Arten vorkommen. Bei der Planung und Anlage des Gartens wurde und wird vor allem auf ökologische und energiesparende Bauweise geachtet und zugleich die traditionelle Bauweise der Region übernommen, um eine Symbiose von Natur, Technik und Kultur sichtbar zu machen. Die Freundschaftgesellschaft Berlin-Kuba e.V. (FBK) unterstützt den Botanischen Garten zum einen durch direkte materielle Zuwendungen und zum anderen durch das Organisieren von Studienreisen und Arbeitsbrigaden.
Nachhaltigkeit à la Cubano
Aus DER RABE RALF Oktober/November 2017, Seite 19
Was woanders als unmöglich gilt, hat in Kuba funktioniert
Angesichts der weltweiten, an vielen Orten immer stärker spürbaren Krisenphänomene wird das Überleben unserer Gesellschaften davon abhängen, rechtzeitig umzusteuern und mit passenden Aktivitäten eine Transformation zur Nachhaltigkeit voranzubringen. Die dringliche Überlebensfrage lautet dabei: Erfolgt die Transformation „by design“ oder „by disaster“, also durch bewusste Gestaltung oder durch Katastrophen?
Die Geschichte zeigt, dass viele frühere Hochkulturen durch Ignoranz und Arroganz die ersten Anzeichen für Umweltkrisen verschlafen haben – bis es zu spät war. Aufgrund der weltweiten Ausmaße heutiger Krisen (zum Beispiel des Klimawandels) wäre ein Verschlafen oder Aufschieben von Maßnahmen aber lebensgefährlich und würde uns teuer zu stehen kommen. Umso wichtiger sind positive und inspirierende Beispiele auf allen Ebenen, denn sie zeigen die Machbarkeit des Wandels und geben Beispiele für das „Wie“. Und so gibt es vor allem auf lokaler Ebene weltweit interessante, inspirierende Beispiele guter Praxis für eine nachhaltige Entwicklung. Eines der wenigen Beispiele guter Gestaltung auf staatlicher Ebene bietet – für manche sicher überraschend – Kuba.
Wie zahlreiche andere Länder steht Kuba vor komplizierten Herausforderungen vor allem in der Wirtschaft und bei der Versorgung der Bevölkerung. Hinzu kommt, dass der karibische Inselstaat vom Klimawandel besonders stark betroffen ist, zum Beispiel durch ausbleibenden Regen, durch zerstörerische Wirbelstürme, durch den Anstieg des Meeresspiegels und die Versalzung des küstennahen Grundwassers.
Nachhaltigkeit in der Verfassung
Die kubanische Regierung hat die Bedeutung von Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung schon sehr früh erkannt, das zeigen Biografien aus den 1960er Jahren. Im Kontext des UN-Gipfels für Umwelt und Entwicklung 1992, des „Erdgipfels von Rio“, wurde dies sogar in der Verfassung verankert – was etwa in Deutschland bis heute versäumt wurde.
In der kubanischen Verfassung heißt es: „Der Staat schützt die Umwelt und die natürlichen Ressourcen des Landes. Er erkennt ihre enge Verbindung zur nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung an, die das menschliche Leben wertvoller macht und das Überleben, Wohlbefinden sowie die Sicherheit der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen sichert. Die Anwendung dieser Politik obliegt den zuständigen Organen. Es ist die Pflicht eines jeden Bürgers, zum Schutz der Gewässer, der Atmosphäre, dem Erhalt des Bodens, der Flora, Fauna und des gesamten Reichtums der Natur beizutragen.“
Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist seither in viele Bereiche der Politik und der Gesellschaft integriert worden. Besonders hervorzuheben sind die Nachhaltigkeitsvorgaben für die jeweilige Politik der einzelnen Ministerien. Allerdings folgt daraus nicht, dass alle Vorgaben eingehalten und alle Ziele erreicht werden. Auch in Kuba gibt es die Kluft zwischen Soll und Ist. Dennoch sind in vielen Bereichen wie zum Beispiel Energie, Bildung, Landwirtschaft und Tourismus deutliche Erfolge festzustellen.
„Energierevolution“
Genug Energie zu haben, war in Kuba nach dem Ende des „Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ der sozialistischen Staaten ein großes Problem, denn dadurch fielen in den 1990er Jahren auf einen Schlag 85 Prozent des Außenhandels weg, das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um ein Drittel. Damit begann die „Spezialperiode“, die den Menschen viele Einschränkungen abverlangte, unter anderem wegen des Rückgangs der Ölimporte. Die bedrohliche Lage veranlasste die kubanische Regierung, sich auf eigene Stärken zu besinnen, zumal gleichzeitig die US-Sanktionen gegen Kuba, mit denen das seit 1961 bestehende sozialistische Gesellschaftssystem destabilisiert werden sollte, noch einmal verschärft wurden.
Im Bereich der Energieerzeugung und -nutzung dachte Kuba um. Es wurde mit alternativen Energiequellen experimentiert, zum Beispiel mit Biomasse aus Zuckerrohrrückständen, Wind- und Sonnenenergie. Nach mehreren Hurrikanen und dem sich verschlimmernden Klimawandel beschloss die kubanische Regierung, das Energiesystem umzubauen. 2005 wurde das Modernisierungsprogramm „Revolutión Energetíca“ konzipiert. Dazu sagte Staatspräsident Fidel Castro: „Wir warten nicht, bis Treibstoffe vom Himmel fallen, denn wir haben zum Glück etwas sehr viel Wichtigeres entdeckt: Energieeinsparung – was so viel wert ist, wie große neue Ölvorkommen zu entdecken.“
Zu dem Maßnahmenbündel, das schrittweise in die Tat umgesetzt wurde, gehörte auch der flächendeckende Austausch von „Energiefressern“ in den Haushalten. So wurden über neun Millionen Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt – meist kostenlos durch SozialarbeiterInnen. Dasselbe geschah mit anderen Haushaltsgeräten wie Ventilatoren, Elektrokochern, Dampfdrucktöpfen und Kühlschränken. Für letztere gab es günstige Kredite.
Weitere Bausteine auf dem Weg der Energiewende waren die Verstärkung des Stromnetzes, um die Netzverluste zu reduzieren, der Neubau von Kraftwerken in verschiedenen Regionen und die Dezentralisierung der Stromerzeugung, der Ausbau von regenerativen Energien sowie die Anhebung der Stromtarife für Haushalte mit hohem Verbrauch.
Zukunftsfähiges Kuba?
Die Energiewende in Kuba zeigt, dass Energiesparen die kostengünstigste gesellschaftliche Lösung sein kann: Ein Vergleich der Investitionskosten mit den eingesparten Stromkosten für die drei Bereiche Beleuchtung, Belüftung und Kühlung ergab für die Maßnahmen im Rahmen der „Energierevolution“ ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von etwa 1:10. Der volkswirtschaftliche Nutzen war also rund zehnmal so hoch wie die Kosten. Einkommensschwache Haushalte erhielten sehr günstige Darlehen für den Kauf energiesparender Geräte. Sparanreize wurden durch progressive Tarife und durch Subventionsabbau geschaffen. All das wurde durch eine kontinuierliche Bildungs- und Werbekampagne flankiert – mit TV- und Radiosendungen, Zeitungsberichten, Stadtteildiskussionen, Festivals an Schulen und Universitäten.
Kubas Energie- und Nachhaltigkeitspolitik hat Maßnahmen entwickelt und realisiert, mit denen erstaunliche Ergebnisse erzielt wurden. Gerade im Vergleich mit Nachbarländern sind die Erfolge enorm. Auch die weitere Entwicklung Kubas orientiert sich am Leitbild der Nachhaltigkeit, wie aktuelle Strategiedokumente zeigen. Das alles ist wohl auch möglich, weil Kuba ein „konzernfreies Land“ ist, in dem Sonder- und Profitinteressen geringe Durchsetzungschancen haben. Auch weil Kuba bislang nur ein niedriges Produktionsniveau hat, sind Verbrauch und Emissionen noch gering. Angesichts der wachsenden westlichen Einflüsse, darunter aus den USA, besteht die Herausforderung darin, den „American Way of Life“ nicht einsickern zu lassen.
Edgar Göll
Literaturtipp: Dieter Seifried, „Energierevolution in Kuba“, 36 Seiten, Ö-quadrat, Freiburg 2013, www.oe2.de (Referenzprojekte)
Energiewende á la Cubana: Revolucion energetica
Die Energiewende bedingt eine Transformation des Energiesystems. Am Beispiel Kuba lässt sich in dieser Hinsicht durchaus etwas lernen – aus der Not heraus hat die kubanische Energie- und Nachhaltigkeitspolitik lösungsorientierte Maßnahmen umgesetzt, mit denen erstaunliche Ergebnisse erzielt wurden.
03.08.2017 – Ähnlich wie für andere akute oder nur absehbare Probleme auch für den Umbau der Energiesysteme angemessene und zukunftsfeste Schlussfolgerungen zu ziehen ist eine große Herausforderung. Angesichts der weltweiten Krisenphänomene wird das Überleben von Gesellschaften davon abhängen, rechtzeitig umzusteuern und mit passenden Aktivitäten eine Transformation zur Nachhaltigkeit zu forcieren. Die Frage lautet, erfolgt die Transformation „by Desaster oder by Design“ (Harald Welzer).
Aus der Krise mittels Nachhaltigkeit
Für die Transformation von Energiesystemen gibt es ein weitgehend unbekanntes Erfolgsbeispiel: Kuba. Aufgrund eng begrenzter Energiekapazitäten und häufiger Stromausfälle wurde dort 2005 nach ausgiebigen Expertendiskussionen vom damaligen Staatspräsidenten Fidel Castro die „Revolucion energetica“ gestartet.
Vorausgegangen war der Wegfall der Beziehungen zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten: 85 Prozent des Außenhandels fielen abrupt weg, das BIP fiel um ein Drittel, die „Spezialperiode“ begann und verlangte der Gesellschaft viele Einschränkungen ab. Diese bedrohliche Lage veranlasste die kubanische Regierung, sich auf eigene Stärken zu besinnen, zumal gleichzeitig die US-Sanktionen gegen Kuba nochmals forciert wurden um das kubanische System zu destabilisieren.
Das sozialistische Land hatte die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung schon früh erkannt und sie im Kontext des UN-Gipfels 1992 in der Verfassung verankert: „Der Staat schützt die Umwelt und die natürlichen Ressourcen des Landes. Er erkennt ihre enge Verbindung zur nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung an, die das menschliche Leben wertvoller macht und das Überleben, Wohlbefinden sowie die Sicherheit der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen sichert. Die Anwendung dieser Politik obliegt den zuständigen Organen. Es ist die Pflicht eines jeden Bürgers, zum Schutz der Gewässer, der Atmosphäre, dem Erhalt des Bodens, der Flora, Fauna und des gesamten Reichtums der Natur beizutragen.“
Ausstieg aus der Sackgasse
Im Bereich der Energieerzeugung und -nutzung dachte Kuba um, mit alternativen Energiequellen wurde experimentiert, wie z. B. Biomasse (Zuckerrohrrückstände), Wind- und Sonnenenergie. Nach mehreren Hurrikanen und dem spürbaren Klimawandel beschloss die kubanische Regierung, das Energiesystem umzubauen. Ein Modernisierungsprogramm wurde ausgearbeitet und die Energierevolution konzipiert. Dazu sagte Fidel Castro pragmatisch: „Wir warten nicht, bis Treibstoffe vom Himmel fallen, denn wir haben zum Glück etwas sehr viel Wichtigeres entdeckt: Energieeinsparung – was so viel wert ist, wie große neue Ölvorkommen zu entdecken.“
Interessant ist das Maßnahmenbündel, das schrittweise umgesetzt wurde. Dazu gehörte erstens der flächendeckende Austausch von „Energiefressern“ in Haushalten. So wurden über neun Millionen Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt: durchgeführt durch SozialarbeiterInnen – häufig kostenlos. Ebenso erfolgte der Austausch von anderen Haushaltsgeräten, wie z.B. Ventilatoren, die Umstellung auf Elektrokocher (statt Kerosin) und elektrische Dampfdrucktöpfe. Den größten Effekt hatte der Austausch ineffizienter Kühlgeräte, mehr als 2,5 Millionen alte (US-) Kühlschränke wurden gegen neue chinesische Modelle ausgetauscht. Diese Geräte mussten gekauft werden, und dafür gab es günstige Kredite.
Weitere Bausteine auf dem Wege des Energieumbaus waren: Verstärkung des Stromnetzes, vor allem, um die Netzverluste zu reduzieren; Neubau von Dieselgeneratoren in verschiedenen Regionen, womit die Stromerzeugung dezentralisiert wurde; Ausbau von regenerativen Energiequellen, insbesondere im ländlichen Bereich; Anhebung der Stromtarife für Haushalte mit hohem Verbrauch.
Lehren aus der Energierevolution
Trotz der speziellen Bedingungen in Kuba können aus den Erfahrungen der Energierevolution Anregungen gewonnen werden, die auch für westeuropäische Gesellschaften interessant sind:
Energieeffizienz als kostengünstigste gesellschaftliche Lösung: Ein Vergleich der Investitionskosten mit den eingesparten Stromkosten für die drei Bereiche Beleuchtung, Belüftung und Kühlung ergab für jene im Rahmen der Energierevolution durchgeführten Maßnahmen ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von etwa 1:10: Der volkswirtschaftliche Nutzen war etwa zehnmal so hoch wie die Kosten.
Rücksicht auf einkommensschwache Haushalte: Einkommensschwache Haushalte auf Kuba erhielten sehr günstige Darlehen für den Kauf energiesparender Geräte.
Sparanreize durch progressive Tarife und Subventionsabbau: Während in Kuba der Strompreis mit zunehmendem Verbrauch stark ansteigt, ist es in Deutschland umgekehrt: Haushalte mit hohem Verbrauch zahlen hier bis zu 30 Prozent pro Kilowattstunde weniger als Haushalte mit niedrigem Stromverbrauch.
Bildungs- und Werbekampagne: In Kuba wurde die Energierevolution durch eine große Medienkampagne für Klimaschutz und Energieeffizienz flankiert (TV- und Radiosendungen, Zeitungsberichte, Stadtteildiskussionen, Festivals an Schulen und Universitäten).
Zukunftsfähige Energie
Die kubanische Energie und Nachhaltigkeitspolitik hat zahlreiche lösungsorientierte Maßnahmen umgesetzt, mit denen erstaunliche Ergebnisse erzielt wurden. Auch die weitere Entwicklung Kubas orientiert sich an dem Leitbild Nachhaltigkeit. Das alles ist wohl auch möglich, weil Kuba ein „konzernfreies Land“ ist. Gleichwohl gibt es auch in Kuba eine Kluft zwischen hohen Zielen einerseits und deren Realisierung andererseits. Auch weil Kuba bislang nur ein geringes Produktionsniveau hat, sind Verbrauch und Emissionen noch gering.
Denkanstöße kann die kubanische Energiewende dennoch geben: zielgerichtete Effizienzanstrengungen, Bildungs- und Überzeugungsarbeit sowie angemessene Preispolitik wären auch in Deutschland sinnvoll. Edgar Göll
Dr. Edgar Göll ist Soziologe und seit 1995 in Berlin als Zukunftsforscher tätig sowie mit Nachhaltigkeit in Kuba befasst.
http://www.energiezukunft.eu/klimawandel/energiewende-a-la-cubana-revolucion-energetica-gn104882/
Eindrücke vom Umwelt-Workshop Magedes in Consolacion del Sur
Ein Bericht von Siga Luthner:
Im Juni fand in Consolacion del Sur Provinz Pinar del Rio ein Workshop zu den Themen: Umwelt, Gender und Nachhaltige Entwicklung insbesondere in der Lehrerinnenausbildung bzw. Umwelterziehung statt.
Veranstaltet von der Uni Pinar (Früher Pädagogische Hochschule) bzw. der Zweigstelle in Consolacion del Sur der Uni. Federführend bei der Organisation war unsere Ecomujer Reina, die trotz technischer Probleme (Laptop endgültig kaputt!) alles wunderbar organisiert hat und noch viel mehr: Denn sie hat es geschafft die Öko-Künstlerinnen und Öko-Agitatorinnen Cubanos en la Red einzuladen. Und das war nicht nur musikalisch ein Gewinn.
Der erste Tag war der Präsentation einzelner Arbeiten in vier Gruppen gewidmet. Eine davon mit dem Schwerpunkt „Arbeiten mit Mapa Verde (Green maps)“. Ganz unüblich war für mich dass bei diesem Workshop die Präsentationen einen kleinen Raum einnahmen sondern viel mehr heftig diskutiert wurde, und dann bei Sachfragen die Präsentationen herangezogen wurden. War ganz schön anstrengend für uns alle, aber sehr produktiv. Und vor allem Osmel von Cubanos en la red hat allen ganz schön eingeheizt mit seinen knackigen Fragen und vor allem mit seinem Weitblick und seinen Visionen.
Der zweite Tag war dann im wesentlichen dem Besuch von einigen Projekten gewidmet. Darunter die Vor- und Grundschule Paquito Gonzales, die einen sehr grossen und produktiven Schulgarten hat, mit Wassertanks um das Regenwasser zu sammeln und sich mit Anbau, Samengewinnung und Heilpflanzen aber auch mit Ernährung und Kochen beschäftigt. Und auch im Kunstunterricht und in möglichst vielen Fächern wird das Thema Ernährungssouveranität und Nachhaltigkeit im Unterricht einbezogen. In der Kantine (Comedor) gibts natürlich auch möglichst viel aus eigenem Anbau.
Weil es einen tropischen Regenschauer gab, mussten die Cubanos en la red in der Kantine auftreten, es hatte mindestens Sauna-temperaturen aber die Kids und Lehrerinnen waren begeistert und kannten alle Lieder und waren eifrig im Diskurs mit den Künstlerinnen über die Ureinwohnerinnen Cubas und deren Sprache (Arahuaco) und Gewohnheiten und wieviel wir heute von ihnen lernen können…
Danach gings auf zur Finca Maria de Frutales, eine Agrar-Kooperative die von Babi und Mario bewirtschaftet wird. Sie ist an die Uni angegliedert und die beiden haben das Ziel die Finca zu einer energie-autonomen integralen, ökologischen und nachhaltigen Finca zu machen. Ein Hauptbaustein dazu war die Biogasanlage die 2013 eingeweiht wurde und von Ecomujer Cuba und Granma ermöglicht wurde. Dort durften wir Bäume pflanzen und es wurde viel diskutiert über die Zusammenarbeit mit der Uni, die Ausbildung von Schülerinnen, Studentinnen und Azubis und den Anbau von Hirse und sogar Amaranth.
Damit war eigentlich der offizielle Teil beendet, aber nachdem die Künstlerinnen von Cubanos en la red so begeistert waren, von den Aktivitäten in Consolacion und vor allem sehen konnten, dass auch die Gemeinderepräsentanten und die Abgeordneten hier zusammen mit den Ökoaktivistinnen an einem Strang ziehen haben wir in einen kleinen Gruppe noch spontan eine weitere Schule besucht: die Grundschule Raul Fernandez, die vom Hurrikan vor einigen Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und in einem einfachen Stadtteil liegt. Dort wird seit kurzem ein Schulgarten angelegt, zwei Regenwassertanks restauriert und bemalt. Das Projekt wird auch von Granma aus München mit Material unterstützt.
Nicht zu vergessen: All diese Projekte sind auf Initiative oder Unterstützung von Ecomujer, vor allem der cubanischen Ecomujeres zustande gekommen. Die konnten sich freuen über das positive Feedback der Gäste aus Havanna, die ganz schön neidisch waren auf das was Consolacion da geschaffen hat und noch vor hat. Es wird geträumt von „Consolacion als erste Ökogemeinde Cubas“. Ich bin dabei!
Anbei ein paar Fotos und vor allem links mit Videos zu den Auftritten von Cubanos en la Red in den Schulen und in Facebook hab ich noch mehr Fotos eingestellt.
Links
Videos de la visita en la Escuela primaria Raul Fernandez
https://youtu.be/lS1UILwTldk
El Niño y la Agricultura de Conservación
https://www.youtube.com/watch?v=hCIX7IBBpUc
Cubanos en la red
http://cubanosenlared.cult.cu/
Mapa Verde oder Green mapping
bzw.
Beiträge Ökologie und Cuba
Teaching Cuba´s Energy Revolution
A two-decade fuel shortage turned the island into a laboratory for energy conservation. Education plays a key role in helping the economy function.
