Die rot/grüne Bundesregierung hat die offizielle Teilnahme
der Bundesrepublik Deutschland an der XIII. Internationalen Buchmesse
in Havanna vom 5. bis 15. 2. 2004 abgesagt und in diesem Zusammenhang
jegliche Unterstützung für deutsche Verlage abgelehnt.
Dieser Kulturboykott wird mit Menschenrechtsverletzungen in Kuba
begründet.
In der Realität handelt es sich um die Unterordnung deutscher
und europäischer Politik unter den aggressiven Konfron-tationskurs
der Regierung der USA gegen Kuba. Zu fragen ist, ob die Bundesregierung
jemals in vergleichbarer Form reagiert hat, z.B. gegenüber
den Vereinigten Staaten von Amerika wegen der zigfachen Vollstreckung
der Todesstrafe oder der über vierzigjährigen völkerrechtswidrigen
Blockade gegen das kubanische Volk.
Die deutsche Regierung missbraucht die Literatur als politisches
Druckmittel und begibt sich damit in eine verhängnisvolle deutsche
Tradition.
2003 besuchten dreieinhalb Millionen Kubanerinnen und Kubaner das
Volksfest der Literatur in ihrem Land. Ein großer Teil der
ausgestellten ausländischen Bücher wird auch 2004 kubanischen
Bibliotheken zur Nutzung überlassen.
Die Pflege der deutschen Sprache und Literatur genießt in
Kuba eine hohe Wertschätzung und hat eine reiche Tradition.
Gerade in Zeiten sehr unterschiedlicher oder gegenteiliger Auffassungen
muss es darum gehen, den respektvollen Dialog sowie den Austausch
und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Kulturen zu befördern
und keine neue Eiszeit in den deutsch-kubanischen Beziehungen zuzulassen.
Deshalb hat sich das „Büro Buchmesse Havanna 2004“
beim
Netzwerk Cuba -informationsbüro-e.V. gegründet.
Wir rufen deutsche Verlage auf, sich an der kommenden Buchmesse
in Havanna zu beteiligen und bitten alle humanistisch gesinnten
Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, die Präsentation
deutscher Literatur und Buchkunst in Havanna zu unterstützen.
Das Büro will insbesondere kleinen und mittleren Verlagen,
Autoren und Künstlern aus der Bundesrepublik, die an einer
Teilnahme in Havanna interessiert sind, beim Transport ihrer Ausstellungsmaterialien
nach Kuba sowie in organisatorischen Fragen behilflich sein.
Für dieses Projekt konkreter Solidarität und Völkerverständigung
benötigen wir kurzfristig finanzielle Unterstützung und
bitten um Spenden:
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