Diese
Worte sind für mein Volk, dem ich sie seit dem Tag
schulde, als ich das Gefängnis verließ, und die
wegen Umständen im Zusammenhang mit der
Notwendigkeit, einen sicheren Weg zu haben, bevor
wir uns mit ihnen an das Volk wenden, noch nicht
gesendet werden konnten.
Es ist wirklich schwierig, sich über eine Kamera
an ein Volk zu wenden, dass man so sehr liebt und
dem man sich derartig zugehörig fühlt, aber es war
notwendig für mich, mich mit euch zu verständigen
und euch zu sagen, wie dankbar wir für all das sind,
was ihr getan habt, euch zu erklären, dass wir uns
sehr begleitet gefühlt haben durch die tausenden
Botschaften, die Briefe der Kinder, der Arbeits- und
Studienkollektive, die uns aus Kuba ihre Botschaften
gesandt haben, die Unterstützung, die uns nie
gefehlt hat und uns in diesen, schon viel zu vielen,
Jahren der Ungerechtigkeit gestärkt hat.
Für mich ist dieser Moment des Glücks, den wir
teilen, ein Einschub in einer Geschichte von
Missbräuchen, in der es noch kein Tüpfelchen
Gerechtigkeit gegeben hat. Die Tatsache, dass ich
jetzt außerhalb des Gefängnisses bin, bedeutet nur,
dass eine Allee der Missbräuche , denen ich
ausgesetzt war, zu Ende gegangen ist; aber wir haben
noch vier Brüder, die wir retten müssen, und wir
brauchen, dass sie bei uns sind, bei ihren
Angehörigen; dass sie bei euch sind und das Beste
geben, und nicht an diesen Orten, wo sie sich
befinden, wo sie aufstehen, jeden Morgen aufwachen,
in einen Essenraum gehen, in dem sie nicht essen
sollen, unter Leuten sind, unter denen sie nicht
sein sollen, und wir müssen wirklich diesen Kampf
fortsetzen, um sie dort rauszuholen.
Für mich ist dies nur ein Schützengraben, ein
neuer Ort, an dem ich weiterkämpfen werde, damit
Gerechtigkeit geübt wird und wir Fünf zu euch
zurückkehren können.
Einen besonderen Gruß möchte ich den Angehörigen
der anderen vier Brüder senden, die mich durch ihre
Freude wirklich bewegt haben. Man empfindet es sehr
tief, wenn man mit einem Menschen per Telefon
spricht, von dem man weiß, dass dessen Sohn oder
dessen Ehemann im Gefängnis ist, und der meine
Freilassung wie die Freilassung eines seiner
Angehörigen aufnimmt. Mich bewegt dies wirklich und
es verpflichtet mich, und wir müssen diesen Kampf
fortsetzen, denn sie verdienen nicht, dort zu sein,
wo sie sind.
Meinem ganzen Volk, allen, die uns in diesen
Jahren in der ganzen Welt begleitet haben, was
Tausende waren, durch die wir nach und nach diese
informative Blockade durchbrechen konnten, das
Schweigen brechen konnten, das die großen
Pressekonzerne dem Fall auferlegt haben, übermittle
ich die tiefste Dankbarkeit im Namen der Fünf, meine
tiefste Dankbarkeit, meine Verpflichtung, euch
weiterhin so zu vertreten, wie ihr es verdient, denn
das ist es letztendlich, was wir Fünf tun, denn wir
sind nicht nur Fünf, wir sind ein ganzes Volk, das
50 Jahre lang standgehalten hat, und dank dessen
halten wir weiterhin stand, weil ihr unsere
Inspiration seid, weil wir wissen, dass wir euch
vertreten, und wir werden niemals versagen und euch
immer gewachsen sein.
Eine Umarmung für Alle!
In Liebe
die Fünf, wo auch immer wir sind
Granma International veröffentlichte Botschaft