Abschlusserklärung des VII. Kolloquiums von Holguín
Zum siebten Mal treffen
solidarische Freunde aus vielen Ländern der Welt zum Kolloquium von Holguín
zusammen, um über die Erfahrungen bzw. über die zukünftige Arbeit in diesem
harten Kampf für Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit der Fünf Patrioten zu
debattieren.
Nach 13 ungerechten
Haftjahren ist die Situation unserer fünf Brüder immer noch sehr schlimm. René
González hat vor kurzem, am 7. Oktober, seine Strafe verbüßt. Aber anstelle
nach Kuba zurückzukehren, hat er eine weitere Strafe bekommen, indem man ihn zwingt,
noch drei Jahre unter Aufsicht auf dem Territorium der USA zu bleiben,
und zwar ohne die Möglichkeit, seine Frau Olga Salanueva zu empfangen, der man
bis heute das Besuchsrecht verweigert.
All dies geschieht eingedenk des Risikos, dass die terroristischen
Gruppen, die von René und seinen vier Kampfgefährten aufgedeckt wurden, ihm
nach dem Leben trachten.
Die Situation von
Gerardo Hernández ist mit zwei lebenslangen und einer zusätzlichen Haftstrafe
von 15 Jahren die schlimmste unter allen Fünf. Ihm wird systematisch der Besuch
seiner Frau Adriana Pérez verweigert.
Die Freiheitsstrafe von
Ramón, Antonio und Fernando ergibt zusammen 70 Haftjahre. Man wartet noch immer
auf das Ergebnis der Habeas-Corpus-Akte, die von der Vertretung der Fünf
vorgelegt wurde, aber wir sind uns dessen bewusst, dass der Rechtsweg ausgeschöpft
ist.
Während die Fünf
ungerechtfertigt im Gefängnis sitzen, wurde Luis Posada Carriles, der für den
Mord an tausenden unschuldigen Menschen verantwortlich ist, vor ein Gericht
gestellt, das einer Parodie glich, und wo er nicht als Terrorist verurteilt wurde,
aber auf öffentlichen Veranstaltungen erscheint, wo er für seine Verbrechen
geehrt wird und er Erklärungen abgibt, ohne die geringste Reue zu zeigen.
Auf das Auslieferungsersuchen
des Verbrechers Luis Posada Carriles nach Venezuela, das vor sechs Jahre von
der Regierung der brüderlichen Bolivarianischen Republik Venezuela gestellt
wurde, steht die Antwort noch immer aus. Die Straffreiheit, die ihm durch die
verschiedenen US-Regierungen gewährt wurde, und die ungerechte Haftstrafe der
Fünf Kubaner entlarven die Doppelmoral der Regierung der USA in ihrem trügerischen
Kampf gegen den Terrorismus.
Angesichts dieser
schwierigen Situation ist es unabdingbar, die Aktionen zu vervielfältigen, und es
müssen die notwendigen Mechanismen geschaffen werden, die zur Aufstellung,
Koordinierung und Fortführung der zukünftigen Aktionspläne beitragen, um die
enorme Energie und harte Arbeit aller Solidaritätskomitees auf der Welt zu
bündeln.
Die 300 Delegierten aus
43 Ländern auf diesem VII. Internationalen Kolloquium für die Freiheit der Fünf
und gegen den Terrorismus rufen dazu auf:
- Die Aktionen in den Vereinigten Staaten und von allen Länder aus zu
verstärken, eine breite und dauerhafte Kampagne und Mobilisierung in den
Städten durchzuführen, wo sich die Medien befinden.
Vorträge mit nordamerikanischen Intellektuellen und Mitgliedern des Netzes zur
Verteidigung der Menschheit zu organisieren. Dokumentarfilme und Videos über
den Fall der Fünf und den Terrorismus gegen Kuba in öffentlichen Räumen, in
Parks und auf Plätzen zu zeigen. Plakate und Poster über die Fünf aufzustellen.
Kundgebungen vor dem Weißem Haus, dem Justizministerium, dem Obersten
Gerichtshof und an anderen öffentlichen und belebten Plätzen durchzuführen.
Kongressmitglieder und Repräsentanten seitens ihrer Amtskollegen aus
anderen Ländern zu besuchen. Diejenigen, die nicht nach Washington reisen
können, versenden Mitteilungen an ihre Amtskollegen im Kapitol.
Eine Kampagne massiver Briefsendungen aus aller Welt zu organisieren.
Nordamerikanische und ausländische religiöse Einrichtungen zu mobilisieren,
damit sie sich in den Veranstaltungen anschließen. Andere Gruppen wie Boricuas,
Mumia Peltier, Lynne Stewart, Jericó, usw. mit ähnlichen Anliegen einzuladen.
Die Kräfte in der Forderung nach Freilassung politischer Gefangener zu vereinen
und das US-amerikanische Rechtssystems in seiner Gesamtheit zu verurteilen.
Wir schlagen vor, den 8. Juni, den Jahrestag des rechtswidrigen
Schuldspruches über die Fünf, zum Auftakt dieser Kampagne zu erklären.
2- Zur Intensivierung
der Veranstaltungen jeden „5. für die Fünf“, um zu erreichen, dass an diesem
Tag die Aktivitäten auf der ganzen Welt vervielfältigt werden, Briefe mit der Forderung
nach Freilassung der Fünf in den US-Botschaften unserer Länder übergeben werden,
Telefonanrufe an das Weiße Haus erfolgen, Blogs an die Web Sites und Fax-Sendung
an Obama geschickt werden.
3- Zu fordern,
dass das Besuchsrecht von Olga Salanueva und Adriana Pérez respektiert wird.
Die Arbeit der Internationalen Kommission für das Recht auf Familienbesuche
fortzusetzen.
4- Die Arbeit mit
Parlamentariern, Gewerkschaftern, Religionsvertretern, Persönlichkeiten und sozialen
Bewegungen in Bezug auf ihre Amtskollegen in den Vereinigten Staaten
fortzusetzen.
5-
Die Jugend der Welt zur Durchführung
von Konzerten während des Internationalen Solidarischen Arbeitseinsatzes vom
12. September (Jahrestag ihrer Verhaftung) bis zum 6. Oktober, dem „Tag der Opfer
des Terrorismus“ aufzurufen.
6-
Bekannte Künstler und Geistesschaffende
um Unterstützung bei Dokumentarfilmen,
Videos und öffentliche Botschaften mit der Forderung nach Freilassung der Fünf
zu bitten.
7-
Die Nutzung von Kommunikationsnetzen,
Twitter, Facebook, Blogs und Internet zur Verbreitung und Anklage des Falles zu
verstärken. Die Möglichkeiten stärker zu nutzen, die die alternativen Medien
bieten.
8-
Weiterhin an die Kreativität und die
Kultur zu appellieren, um den Fall zu verurteilen, so wie es die kubanischen
Kinder der Kulturgruppe La
Colmenita mit ihrem ausgezeichneten Theaterstück
„Abracadabra“ getan haben. Die Digitalisierung zu nutzen, um die neuen
graphischen Darstellungen der Fünf, das Stück von Tony und die Karikaturen von
Gerardo für Publikationen und Ausstellungen zu reproduzieren.
9-
Die Abschaffung der terroristischen
Organisationen mit Sitz in Miami und die Verurteilung und Bestrafung der Mörder unserer Völker zu fordern.
10-
Die Verbreitung der Dokumentation
und Filmmaterialien "Gründe Kubas" über den Terrorismus und die Destabilisierungspläne
der USA gegenüber Kuba und unseren Völkern fortzusetzen.
Die internationale
Solidarität und Aktionseinheit aller ehrlichen Männer und Frauen der Welt wird der
entscheidende Faktor sein, um diese kolossale Ungerechtigkeit zu überwinden.
Für René, Gerardo,
Ramón, Antonio und Fernando fordern wir:
Freiheit jetzt!
Holguín, Kuba
20. November 2011
„Jahr 53 der Revolution“