Am 17. 3. vor der US-Botschaft: Hamburger Bündnis durchbrach das Schweigen über die fünf politischen cubanischen Gefangenen

Die Sonne lockte die Menschen ans Alsterufer und viele blieben stehen und informierten sich, als dort Transparente ausgebreitet und Fahnen geschwenkt wurden und Musik, Reden und Grußworte auf die Situation von fünf kubanischen politischen Gefangenen aufmerksam machten. Auch die Polizei war zahlreich erschienen und einer meinte schon vor Beginn der Veranstaltung: „Bei weniger als fünfzig Teilnehmern, dürfen Sie keine Anlage benutzen.“ Wir wurden zwar keine zweihundert, wie erhofft, aber immerhin an die hundertfünfzig. Und zeitweilig sogar mehr, als die Teilnehmer einer Lateinamerika-Tagung diese unterbrach, um für die Cuban 5 mit „cantos“ „presente“ zu sein.
Blandine Bonjour und Bernd Köhler eröffneten die Veranstaltung und sorgten mit Gitarre und Gesang für eine gute Stimmung. Und als sie zum Abschluss drei Strophen der Internationalen auf Französich sangen, begleitete sie schnell ein wahrhaft babylonischer Gesang.
Danach sorgte eine lockere Abfolge von Redebeiträgen, Grußworten und den schönen Liedern des Duó ad libitum über die Cuban 5 dafür, dass die Aufmerksamkeit nicht nachließ.
Die Grußworte von Antonio Guerrero, Ramón Labañino und die zweier Mütter, Magali Llort und Irma Sehweret, bewegten die Zuhörer sichtlich.
Nicole Drücker sprach für die DKP und schilderte eindringlich die Terrormaßnahmen, denen Cuba ausgesetzt war und ist und warum es sich dagegen schützen muss.
Wolfgang Mix, Cuba Sí Hamburg in der Partei Die Linke, bezog auch andere politische Gefangene der USA wie Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier ein, als er deutlich machte, dass die USA, einst selber Kolonie, dann Kolonialmacht und heute Neokolonist, zur Machterhaltung vor allem auch gegen andere Ethnien vorgehen muss. Und er warb dafür, sich ein eigenes Bild von Cuba zu machen und sich nicht von den interessegeleiteten Presseberichten beeindrucken zu lassen.
Brigitte Schiffler sprach für das Netzwerk Cuba über die beeindruckend große und einige, weltweite Solidaritätsbewegung und die Wichtigkeit, die Arbeit des US-Komitees und des internationalen Komitees in den Vereinigten Staaten zu unterstützen. Sie wies auf die Aktionstage vom 17. – 21. April in Washington hin und bat um das Nutzen eigener Kontakte in die USA und um Spenden.
Netzwerk Cuba e.V.
Konto-Nr. 32333100, BLZ 10010010,
Postbank Berlin,
Verwendungszweck: Cuban 5

Bilder aus Hamburg

Fotos © Brigitte Schiffler

Zurück